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Blogroll
Ist das Kopftuch mehr als ein religiöses Symbol?
25.1.2010 von admin.
Diese Debatte ärgert mich, seitdem sie geführt wird. Man könnte doch auch fragen: Ist das Kreuz mehr als ein religiöses Symbol? Ja, das Kreuz ist für uns – im christlichen Abendland – normal und kaum einer denkt sich was dabei, wenn er es als Schmuck trägt oder als Dekoration sieht. Aber jahrhundertelang war das Kreuz ein Symbol für Unterwerfung, Unterdrückung, Inquisition, Vergewaltigung und Krieg bei allen Völkern, die zwangsmissioniert wurden. Von Christen wurden Juden seit 2000 Jahren verfolgt. Was maßen wir „Christen“ uns eigentlich an, nach unserer unrühmlichen Geschichte? Auch bei Christen gibt es immer noch Fanatiker, Gewalt, sexuellen Missbrauch und Religionskriege. Wir sollten uns schämen, über andere urteilen zu wollen, solange Christen nicht vereint und friedlich im gleichen Ort oder Land leben können!Die Gefühle und Gedanken, die ein einzelner Mensch in Bezug auf religiöse Symbole hat, sind von außen nicht zu erkennen. Ich finde, dass die Allgemeinheit kaum „christlich“ zu nennen ist, weil sie kaum noch nach christlichen Werten handelt. Das schließt aber nicht aus, dass es ernsthafte gläubige Christen gibt, die diese Werte beachten und leben. Ebenso ist es bei allen anderen Glaubensrichtungen: Es gibt einige wenige Fanatiker, die meisten sind Mitläufer und manche nehmen ihren Glauben ernst.Ich meine, wir sollten toleranter sein und mutiger. Oft bestimmt die Angst vor dem Unbekannten unser Denken und Fühlen. Wo wir es wagen, auf Andersdenkende zuzugehen und menschliche Kontakte zu knüpfen, da kann auch Vertrauen wachsen.Eine demokratische Gesellschaft ist nur dann stark, wenn sie viele unterschiedliche Menschen, Religionen, Meinungen – friedlich unter einem Dach vereinigen kann. Verbote sind nicht hilfreich und alles was die Angst schürt widerspricht meinem Verständnis von Menschenwürde.In meiner Patchworkfamilie gibt es Christen, Atheisten, Buddhisten und Muslime. Und mein Vorname Rahel ist biblisch (wie Maria und Lydia, Judith und Magdalena) und nicht jüdisch!
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Mir schlägt Hass entgegen – Historiker Wolfgang Benz
25.1.2010 von admin.
Mit großem Interesse und mit Besorgnis habe ich den Artikel gelesen. Ich kann die Argumente von Herrn Benz gut nachvollziehen. Ich verstehe sehr gut, dass er sich Sorgen macht, wenn die Strömungen gegen den Islam bei uns immer stärker werden. So subtil fängt es immer an und ich glaube, das ist es, worauf Herr Benz hinweisen will.Bisher war es in der Geschichte der Menschheit so, dass Feindbilder gebraucht wurden, um eigene Ängste abzubauen. Das ist immer eine gefährliche Entwicklung. Die eigene Angst lässt sich so nicht wirklich überwinden. Sobald alle alten Feinde ausgerottet wurden, finden sich schon wieder neue! Diese Struktur durchströmt die „christlichen Kriege“ (welches unchristliche Wort). Wer Angst hat, findet Feinde oder schafft sich welche.Ich glaube Herr Benz ist von Sorge und Verantwortung getrieben. Dass er dafür gehasst wird ist ein Zeichen dafür, wie wichtig und richtig seine Einschätzung der Strömungen ist!Mir ist es ein Bedürfnis zu sagen: Wehret den Anfängen! Lasst in eurem persönlichen Umfeld nicht zu, dass aus Angst vor dem Fremden Feindschaft wird. Toleranz, Menschlichkeit, Vertrauen, Mitgefühl – das sind die menschlichen Werte, die wir alle pflegen sollten. Besonders wir in Europa, denn wir haben zu lange Andersdenkende gehasst, bekriegt, unterdrückt, ausgebeutet und ausgerottet. Wir haben zu lange andere für unsere Zwecke ausgenutzt. Leider geschieht das immer noch auf der Welt, auch wenn wir lieber nicht hinschauen.Mein Respekt gilt Menschen wie Wolfgang Benz, die mutig und kritisch sagen, was nicht gerne gehört wird und die persönliche Ablehnung dafür in Kauf nehmen. Ich bin froh und dankbar, dass es solche Menschen gibt, die auch öffentlich gehört werden.
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„Vom Sparen und Heilen“ und „Keine Wunschmedizin für alle“
25.1.2010 von admin.
„Vom Sparen und Heilen“ und „Keine Wunschmedizin für alle“ sowie weitere Berichte zum Thema in der letzten Zeit habe ich aufmerksam studiert.Mir will nicht in den Kopf, warum Rauchen erlaubt ist, wenn es nachweislich so krank macht. Die Zigaretten (also das krankmachende) bezahlt der Mensch selbst, zum Gesundwerden soll die Solidargemeinschaft herhalten. Bei Alkohol und Zucker ist das nicht anders. Ähnlich paradox erscheint es mir bei all den ungesunden Nahrungsmitteln mit analogem Käse, gentechnischen Zutaten, Farb- und Aromastoffen und dergleichen mehr. Das alles erlaubt der Gesetzgeber, obwohl es viele Menschen nachweislich krank macht. An dieser Stelle habe ich den Eindruck, die gleiche Industrie, die diese ungesunden Nahrungsmittel herstellt und möglich macht, produziert auch die Medikamente gegen die Krankheiten, die durch dieses unnatürliche Essen erst entstehen. So zockt uns die Pharmaindustrie gleich zweimal ab. Und was ist mit den ungesunden verschimmelten Wohnungen, die in Deutschland 60°% betragen sollen? Auch diese sind alle gesundheitsschädlich –doch die Auswirkungen werden weder von den Vermietern noch von den Anwälten / Gerichten selten anerkannt. Der Mieter ist der Kranke und der Dumme und die Solidargemeinschaft muss zahlen. Die Politik dreht einfach an den falschen Schrauben. Rauchen, Alkohol und Zucker könnten ebenso von der Politik reglementiert werden wie chemische Zusatzstoffe in unnötigen Nahrungsmitteln und überflüssigen Getränken. Millionen Menschen wären gesünder, wenn es weniger ungesunde Nahrungsmittel zu kaufen gäbe. Das wäre doch ganz einfach! Aber so lange alles nur nach Wachstum und Konsum schreit und jeder Politiker Angst vor klaren, aber richtigen, Entscheidungen hat, kommen wir aus dem selbst verursachten Schlammassel nicht heraus. Die Folgen von jahrelangen Fehlentscheidungen lassen sich nur durch klare Schnitte begrenzen. Der Einzelne kann zwar in seinem Leben bestimmen, was er isst und trinkt – aber die richtungsweisenden Entscheidungen müssen von der Politik kommen. Bis dahin scheint es mir noch ein langer Weg zu sein. Unsere Kinder, Enkel und Urenkel müssen all das mit vermeidbaren Krankheiten ausbaden.
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